Erhöhtes Cholesterin

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Erhöhtes Cholesterin

Ein Teufelskreis: Bluthochdruck und erhöhtes Cholesterin

Ein hoher Cholesterinspiegel fördert die Bildung von kalkhaltigen Ablagerungen in den Blutgefäßen, der sogenannten Plaques. Dadurch können sich Ihre Blutgefäße verhärten und verengen. Die Folge ist eine schlechtere Durchblutung der inneren Organe, worauf der Körper mit einer weiteren Steigerung des Blutdrucks reagiert. Ein Teufelskreis beginnt: Ihr Bluthochdruck verschlechtert sich und die Verkalkung der Blutgefäße schreitet weiter voran. Dadurch erhöht sich das Risiko für ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

HDL- und LDL-Cholesterin: gut und böse

Zur Bewertung Ihres Cholesterinspiegels spielt nicht nur der Gesamtcholesterinwert eine Rolle, sondern auch das Verhältnis der beiden Cholesterinformen HDL und LDL. Hohe HDL-Werte schützen die Blutgefäße, während hohe LDL-Werte das Herz-Kreislauf-System schädigen. HDL wird deshalb auch als „gutes“ und LDL als „böses“ Cholesterin bezeichnet.

Um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren, sollte nicht nur das LDL-Cholesterin niedrig gehalten werden, sondern auch das HDL-Cholesterin bei mindestens 40 mg/dl liegen.

Zielwerte für das LDL-Cholesterin in Abhängigkeit vom Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Kardiovaskuläres Risiko LDL-Zielwerte
Sehr hohes Risiko, z. B. bei
koronarer Herzkrankheit (KHK)
Diabetes mellitus
chronischer Nierenerkrankung
< 70 mg/dl
Hohes Risiko, z. B. bei
starkem Bluthochdruck
vererbter Fettstoffwechselstörung
< 100 mg/dl
Mäßiges Risiko, z. B. bei
vielen Menschen mittleren Alters
(ab 40–50 Jahren)
< 150 mg/dl

ACHTUNG:
Bei gesunden Menschen
ohne weitere Risiko-
faktoren (z. B. Rauchen)
sollte der LDL-Wert unter
160 mg/dl liegen.

Mögliche Medikamente zur Behandlung von erhöhtem Cholesterin

Anhand der LDL- und HDL-Werte sowie Ihrer individuellen Situation entscheidet der Arzt, ob Ihr Cholesterinspiegel gesenkt werden muss. Dafür kommen neben einer Lebensstiländerung (z. B. Gewichtsreduktion, Rauchen aufhören, Ernährungsumstellung) auch Medikamente, z. B. sogenannte Statine, in Betracht. Diese können einzeln oder in Kombination mit blutdrucksenkenden Medikamenten eingenommen werden. Falls bei Ihnen eine medikamentöse Behandlung erhöhter Cholesterinwerte erforderlich ist, wird Ihr Arzt die für Sie am besten geeignete Therapie auswählen.

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